Social Media

Der Buri auf der re:publica TEN

Ich war das erste Mal auf der re:publica und es war anders. Genau so wurde es mir beschrieben und natürlich muss ich etwas dazu bloggen. So here we go.

Mit meinem Partner Inan Hayirli bin ich am Sonntag dem 1. Mai nach Berlin geflogen. Am ersten Tag haben wir uns die Sessionliste online angeschaut und uns einen Plan gemacht.

Bevor ich nach Berlin flog hatte mir Babak Zand ein paar Tipps gegeben. Monate vorher gab es auch ein Gespräch mit Kai Thrun. Beide waren des Öfteren schon dort. Ich erinnere mich aber auch vor Jahren auf einem BarCamp von jemanden gehört zu haben, dass man zum digitalen Klassentreffen hin muss. Also habe ich die Tipps und die Empfehlungen ernst genommen und bin nach Berlin.

Am ersten Tag kam ich mir vor wie auf einer Open-Air Party mit Hipster und Indie-People. Wer Köln kennt, der kann sich ruhig eine Party in Köln-Ehrenfeld vorstellen. Genau so kam die re-publica mir vor. Geil! Schon in den ersten 20 Minuten wurden die ersten Gespräche geführt, und das Dank SnapChat. Denn mein Partner, der aktiv auf SnapChat unter dem Namen @inzuman unterwegs ist, wurde direkt erkannt. In den weiteren Stunden folgten Gespräche mit Menschen, die ich sonst nur online kannte. Die Gespräche waren toll. Es wurde wie sonst auch über Social Web gesprochen, doch Menschen wie wir lachen dabei, trinken dabei und haben Spaß dabei, wenn wir über unsere Arbeit sprechen.

Ich konnte mir am Tag nur zwei Sessions anschauen. Das lag als erstes an den tollen Gesprächen und an der Tatsache, dass einige Bühnen zu voll waren. Irgendwann gab mir jemand den Tipp 30 Minuten vor Beginn einer Session zur Bühne zu gehen; leider unmöglich. Für mich war es einfach nur geil im (legendären) Hof mir die Menschen anzuschauen. Einige liefen mit Einhörner herum, andere hatten Einhörner-Sticker und dann gab es welche die waren sogar Social Media Einhörner. Es gab Junge, Alte, Deutsche, Ausländer, Flüchtlinge, Jugendliche und Kinder. Die re:publica war wie ein Land, ja irgendwie wie Deutschland.

 

Die SnapChatter haben sich bemerkbar gemacht.

Wahrscheinlich war es den Organisatoren und einigen traditionellen Gästen nicht bewusst wie viele SnapChatter kommen würden, aber so wie ich das beobachtet habe, gab es sehr viele. Richard Gutjahr, Duygu Gezen, @hellobild, Christian Müller und viel andere waren sehr aktiv unterwegs. Inan und ich waren auch sehr fleißig und haben an allen Tagen gesnappt.
Die Gespräche mit Non-Snappern waren leider sehr merkwürdig. Ich verstehe immer noch nicht, wie Social Media Menschen eine Plattform, die so stark geworden ist, nicht ernst nehmen können? Es wurde von digitalen Konservativen versucht nach außen „wir sind zu seriös für SnapChat“ zu kommunizieren. Das ist anscheinend das neue „ich bin Vegan“ oder „ich mache Yoga“ Ding. Mit dieser Meinung wird man auf Dauer alleine bleiben, denn es ist ein starkes Medium und es muss ernst genommen werden; warum sonst haben hunderte von Menschen auf der re:publica von einem 12-jährigen per Skype SnapChat-Unterricht bekommen? (Gott war das peinlich) Ich verlange von niemandem, dass er snappt, ich mache es auch selten, aber es ist zu spät um es für sinnlos zu halten. Es ist da, akzeptiert es endlich!

Da ich mir nicht alle Sessions anschauen konnte, habe ich mir einige Videos auf dem Youtube-Channel angeschaut. Die Vorträge von Sascha Lobo, Kübra Gümüs und Dong-Seon Chang waren unterhaltend und interessant. Die auf Social Media bezogenen Sessions waren für meinen Geschmack low-level, aber anscheinend ist die re:publica nicht für intensive Gespräche mit Social Media Managern da. No Problem. Die re:publica ist als erstes, so wie alle es vorher mir auch erzählt haben, ein Klassentreffen für Menschen der digitalen Welt. Des Weiteren ist es ein Ort wo philosophiert wird und kritische Frage an die Politik gestellt werden. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste re:publica und ich muss zugeben, ich bereue es nicht erst jetzt dabei gewesen zu sein, denn das erste Mal war auf der zehnten re:publica, vielleicht bringt das ja Glück…

Ach ja, addet mich auf SnapChat. Ich snappe über meinen Alltag als Social Media Mensch und wie ich mit meiner neuen Agentur Social Media Agenten versuche die Welt der KMUs zu erobern: https://www.snapchat.com/add/bmgoermez 😉

 

 

 

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