Social Media, Twitter

Ist Periscope geeignet für Kinder?

Während ich Informationen zu Periscope sammelte und mir auch mehrere Streams anschaute, habe ich ein Stream gesehen mit dem Titel „Bei 100 Zuschauern werde ich twerken.

Twerking bedeutet grob „Popowackeln“ und wird beim Tanzen zu Hip-Hop Musik ausgeführt. Ich dachte mir „Wow, so schnell versuchen die Leute es mit Sex Sell schon auf Periscope“ und klickte mich hinein um mir die Peinlichkeit anzuschauen. Doch was sehe ich da, zwei Minderjährige auf dem Screen. Mir ist es eiskalt den Rücken runter gelaufen. Was zum Teufel machen Kinder mit Periscope und woher kennen die „Twerking“? Ich war so unter Schock, dass ich erst spät bemerkte, dass noch weitere im Channel waren. Plötzlich schrieb jemand „Ist das deine Schwester da hinter dir?“ Dann bekam ich Angst „oh shit“ dachte ich mir nur. „Was zur Hölle machen diese Kinder da und wo sind ihre Eltern?“ Der Junge und seine Schwester waren zwischen 9 und 12 Jahren. Ich musste denen sagen, dass sie Periscope ausschalten sollen, doch ich wusste nicht wie. Schreiben wollte ich einfach nicht. Eine Meldefunktion wie bei Facebook habe ich nicht gefunden.
Dann sagte der Junge plötzlich „So und jetzt schauen wir mal, wen wir hier alles haben“. Ich weiss nicht warum, aber ich bekam einfach ein mulmiges Gefühl, ich wollte nicht, dass der Junge meinen Namen liest, also habe ich den Channel verlassen. Nach ein zwei Minuten habe ich jedoch Periscope erneut geöffnet um den Kindern Angst zu machen, damit sie Periscope ausschalten, doch sie waren Gott sei Dank schon offline.

Ein Alptraum für alle Eltern

Periscope gehört zu Twitter. Und Twitter darf man erst ab 18 Jahren nutzen. Das bedeutet für die Porno-Industrie, sie können veröffentlichen, was sie wollen. Genau so ist es nämlich auch; schaut man sich den Twitter-Account einer bekannten Porno-Darstellerin an, sieht man direkt ihre Nacktfotos. Einige geben im Beschreibungsfeld an, dass ihr Account FSK 18 hat, doch welche Kids interessiert das?

Besonders durch Periscope, einer so tollen Streaming-App, besteht eine hohe Gefahr für Minderjährige. Streaming ist vor allem gefährlicher, denn Pädophile sehen ihre potenziellen Opfer live. In alten Foren mussten sie ihre Opfer überzeugen Fotos von sich zu schicken, hier müssen sie es nicht mehr, hier haben sie alles Live vor ihren Augen!

Laut den Richtlinien von Periscope darf man keine pornografische Inhalte posten, doch das scheint nicht gut genug kontrolliert zu werden. Es besteht zwar die Möglichkeit Streams, die gegen die Richtlinien verstoßen, zu melden, doch wer das Melden bei Facebook kennt, weiß wie lange es dauert. Insbesondere, wenn Minderjährige sich live präsentieren, kann es manchmal zu spät sein. Jeder Satz den ein Pädophiler schreibt, könnte beim Opfer für psychologische Schäden verantwortlich werden.

Quelle: https://www.periscope.tv/content
Quelle: https://www.periscope.tv/content

Leider gibt es keine Möglichkeit Periscope sicher für Minderjährige zu machen. Eltern müssen die Handys ihrer Kinder kontrollieren und Twitter sowie Periscope definitiv löschen. Die Gefahr einiger Apps kann man messen, indem man sich im App Store anschaut ab welchem Alter sie freigegeben sind. Twitter ist ganz deutlich ab 18; kein Kind unter 18 darf einen Twitter Account haben.

Eine Alternative für Kinder ist YouNow. Hier sollten die Eltern jedoch sich die Zeitnehmen und diese App kennenlernen, denn nur so können Eltern ihre Kinder aufklären.

Schützt Eure Kinder. Nehmt die Gefahr ernst.

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